Willkommen
1. Termine, Aktuelles
2.  Landschaft
3.  Zur Geschichte
4.  Der Pfarrer
5.  Das Denkmal
6.  Gallery
7.  Partnerschaft
8.  Das Buch
9.  Urlaub am Okull-See
10. Ferienanlage Karlberg
11. Angebot & Nachfrage
12. Sanktuarium
13. Links
14. Sonderseite
15. Adressen

5. Denkmal für ermordete Priester und Laien

grab










Grab des ermordeten Priester-Märtyrers
Paul Chmielewski in Groß Kleeberg.
Bestialisch ermordet am 22.01.1945 von Horden der Roten Armee durch Bajonetteinstiche, anschl. schwer verletzt vom O.G. auf die Eingangstreppe geworfen.









_________________________________________________________________________________

DasDenkmal







Das Denkmal









_________________________________________________________________________________

ehrenkompanie






Ehrenkompanie vor der Denkmaleröffnung








_________________________________________________________________________________

versammlung


denkmalent.

















                           Denkmal nach der Enthüllung. 

Von Rechts:
Ludgarda Buzek, Ehefrau des Polnischen Premierminister, Dr. Edmund Piszcz, Erzbischof von Ermland und Kirchspielsprecher Georg Kellmann
_________________________________________________________________________________

DasDenkmal







Denkmalansicht








_________________________________________________________________________________

Am 2. September 2001 wurde in Groß Kleeberg, Landkreis Allenstein, das Denkmal, für die in den Jahren 1939 – 1947 ermordeten Priester und Diözesanen des Bistums Ermlands feierlich eingeweiht.

Vor der Eröffnung stellte sich entlang der Kirche eine aus 80 Elitesoldaten bestehende Ehrenkompanie der Polnischen Armee auf. Die Feierlichkeiten begannen um 17.00 Uhr mit Abschreitung der Ehrenkompanie durch einen General der polnischen Armee. Alle Anwesende begrüßte der Pfarrer von Groß Kleeberg, Henryk Blaszczyk, mit folgenden Worten:

Gelobt sei Jesus Christus. Als Pfarrer dieses Ortes, gerührt mit den geschichtlichen Tatsachen des Bistums Ermland, und das Leben hervorragende Priester, die bis zuletzt hier vor Ort mit dem Gottesvolk dieses Landes ausgeharrt haben.

Ich möchte sie alle herzlich begrüßen und einladen zu der Feier, um gemeinsam zu preisen , die Geschichte und den Werdegang der Priester, Männer der Kirche, tadellose und beispielhafte Persönlichkeiten, und vor allem  diejenige, die das Zeugnis für das Martyrologiums abgelegt hatten”. 
_________________________________________________________________________________

Danach sprach die Ehefrau an den Feierlichkeiten des verhinderten Premierministers der Republik Polen, Jerzy Buzek, Ludgarda Buzek, folgende Worte:

“Herzlich danke ich für die Einladung zur Einweihung des Denkmal für die, in den Jahren 1939 – 1946 ermordeten Priester und Diözesanen des Bistums Ermland.

Das vergangene Jahrhundert, dass von Raymond Aron als Jahrhundert der Ideologien bezeichnet wurde, ist äußerst grausam mit der ethnischen und religiösen Bevölkerung von Ermland und Masuren umgegangen. Diese einheimische Bevölkerung, zerschlagen und auseinander gerissen, hat das tragische Schicksal erleben müssen, wie Millionen anderer Menschen aus Mittel- und Osteuropa.

Die Staatsgrenzen haben viele Familien getrennt, und Schulen und Ämter waren Orte aggressiver Indoktrination, autoritärer Machthaber. Für die totalitären Regime von Nazi Deutschland und für die Stalinisten Russlands hat das Menschenleben nicht viel bedeutet.

Heute die wir in demokratischen und rechtsstaatlichen Ländern leben, sind wir dankbar für die Erinnerung an Tausende Freiheitskämpfer, die mit ihrem mutigen Auftreten Zeugnis für edle Werte abgelegt haben. “Das Blut der Märtyrer ist Samen des Christentums” so schrieb Tertulian in 2. Jahrhundert nach Christi. An diese Weisheit erinnert Papst Johannes Paul II, der uns auf Tausende, unbekannte Märtyrer des letzten Jahrhunderts hingewiesen hat. Ich bin überzeugt, dass die Söhne und Töchter des ermländischen Landes, Katholiken und Evangelische, die durch die braunen und roten Henkersknechte ihr Leben lassen mussten, einen verdienten Ehrenplatz hier einnehmen. Das heute hier eingeweihte Denkmal wird das Gedenken an sie unter den Einwohnern dieser Region festigen.

Allen Organisatoren des heutigen Treffens grüße ich und  spreche meine große Hochachtung aus und an alle, die nach hier zu so großer historischer Feierlichkeit nach Groß Kleeberg (Klebark Wielki) gekommen sind.”

Hochachtungsvoll

Jerzy Buzek, Premierminister der Republik Polen 
_________________________________________________________________________________


Anschließend sprach der Erzbischof von Ermland, Dr. Edmund Piszcz, folgende Worte:

“Ich bin ebenfalls gerührt, dass man sich wieder erinnert an die Menschen, an die bisher niemand mehr gedacht hatte. Die Jahre 1939 – 1947 sind nicht nur Jahre eines grausamen Krieges, sondern auch Jahre in denen die unschuldigsten Menschen ihr Leben verloren haben. Unter ihnen diejenigen, die im Ermland geblieben sind, die einheimische Bevölkerung, die im Glauben beharrte, denn das war ihr Land und ihre Heimat. Das alles hatte keine Bedeutung für diejenigen, die das Land besetzt haben und danach in den grausamen Jahren, wo die Roten regierten, noch viele ums Leben gekommen sind, unter ihnen auch Priester. Es ist gut, dass das Gedächtnis an diejenigen weiter lebt, und dass dieser Ort weiter erinnern wird an den hohen Preis, den Preis ihres Lebens die bezahlt haben, die Gott und die Heimat geliebt haben. Möge dieses Denkmal nicht nur Erinnerungsstätte bleiben für das Geschehnes, sondern ein Mahnmal: Mögen diese Zeiten sich nicht mehr wiederholen,” 

Im Namen der Kreisgemeinschaft Allenstein-Land lass der stellv. Kreisvertreter von Allenstein-Land Kanonikus Johannes Gehrmann folgende Grußworte des Kreisvertreters Leo Michalski vor:

“Aus Anlass der heutigen, sehr bedeutsamen Feierlichkeiten möchte ich die hier anwesenden Gäste mit diesem meinem Grußwort herzlich willkommen heißen. Gerne wäre ich an diesem Tage bei Ihnen gewesen, aber viele andere, auch wichtige Termine, ließen das nicht zu.

Wir gedenken heute der Opfer der Jahre 1939 - 1947, in welcher Zeit durch Krieg und Gewalt 95 Priester aus dem Ermland sowie unzählige Kinder, Frauen und Männer ihr Leben lassen mussten. Man darf bei dieser Gelegenheit einmal über die Zerbrechlichkeit des Lebens und seinen Sinn nachdenken.

Vielleicht war das Geschehen von damals notwendig, damit sich hier und heute Menschen verschiedener Nationen begegnen, die einst voller Misstrauen waren, Forderungen erhoben oder jetzt von Schmerz erfüllt sind. An alle dem ist die Vergangenheit schuld.

Einige der hier Anwesenden haben die damaligen, furchtbaren Jahre unter dem Einfluss des mörderischen Krieges nicht miterlebt, und es wird ihnen schwer fallen, alles Geschriebene, Gesprochene und historisch Festgehaltene nachzuvollziehen. Aber eins wissen wir alle, jeder Krieg ist furchtbar, jeder Hass und jeder Wille nach Rache ist Gift, eine zerstörerische Maßnahme für die Menschen. Aber leider wollen die Menschen aus der Geschichte nicht lernen!

Wir danken allen, die heute hierher gekommen sind, insbesondere jenen, die dazu beigetragen haben, dass diese Feierlichkeit stattfinden kann, in der an die tragischen Ereignisse des Krieges erinnert wird.

Ich grüße Sie aus Deutschland und bleibe in Verbundenheit.” 

Der Erzbischof von Ermland Dr. Edmund Piszcz sprach unmittelbar vor der Einweihung folgendes Gebet:

Der Herr sei mit Euch und mit deinem Geiste. Lasset uns beten: Herr, der Du den Anfang des Lebens schenkst, segne dieses Obelisk-Denkmal und führe alle, die das Zeichen eint, zu einer Gemeinschaft des Friedens und in der ständigen Bereitschaft, anderen zu helfen.

Mit Hilfe der Märtyrer, vor allen der Märtyrer des letzten Krieges, sende Deine Hilfe allen die dich darum flehen und bewahre sie von jeglichen Gefahren durch Christus unseren Herr. Amen

In nomen et patri et filio et spiritui sancti. Amen. 

Zum Enthüllen des Denkmals wurden gebeten: Der Erzbischof Dr. Edmund Piszcz, die Ehegattin des Premierministers der Republik Polen, Ludgarda Buzek, und Kirchspielsprecher von Groß Kleeberg Georg Kellmann in Vertretung aller Ermländer.

Der Erzbischof besprengte das Mahnmal mit Weihwasser. Die militärische Ehrenkompanie gab geschlossen drei Salutschüsse ab. Der Kirchenchor der St. Laurentius Gemeinde “Wawrzynki” aus Göttkendorf unter der Leitung von Krzysztof Szczerbuk umrahmte die feierliche Eröffnung.

Frau Ludgarda Buzek legte als erste im Namen des Premierministers Jerzy Buzek einen großen Kranz nieder. Weiteren Kranz im Namen der Bundesrepublik Deutschland legte der Generalkonsul aus Danzig und Botschaftsrat Lipscher aus Warschau nieder. Dann folgten Kränze des polnischen Militärs, des polnischen Malteserordens, der örtlichen deutschen Minderheit und anderer Gäste.

Die Aufschrift des Denkmals in deutscher Sprache lautet:
“DEN ERMORDETEN UND ZERMARTERTEN IN DEN JAHREN 1939 – 1947. DEN PRIESTERN UND DEM VOLK DER DIÖZESE ERMLAND”

Das obere, folgender Zitat aus dem Buch der Weisheit Kap. 3, 1-3 wird demnächst auch in deutsch nachgeholt.

"Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand und ruhen in Frieden. In Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit." 

Danach begann in der Kreuzaufindungskirche in Groß Kleeberg ein feierlicher Gottesdienst, zelebriert vom Erzbischof von Ermland und vom Apostolischen Pronotator und Erzpriester von Allenstein, Julian Zolnierkiewicz. Die Heilige Messe wurde gewidmet allen Märtyrern dieser Region, die hier gelebt haben, unabhängig von ihrer Nationalität. Der Erzbischof brachte die Freude zum Ausdruck über die Anwesenheit des Generalkonsuls und des Botschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland. Die Lesung (Jes. 41, 8-18, 13-14, Off. 7, 9-10, 14b-17) trug Kirchspielsprecher G. Kellmann in beiden Sprachen vor. Während des Gottesdienstes wurde dem Erzbischof Dr. Edmund Piszcz die höchste Auszeichnung des Malteserordens, nämlich “Pro Piis Meritis”, vom den Hochmeister des Ordens verliehen, und von den Präsidenten des Ordens Juliusz Graf Ostrowski, ausgezeichnet. Ein Vertreter des Malteserordens skizzierte eine kurze Geschichte, Universalität und Aufgaben der Malteserordens.

Den Kirchengesang besorgte der Kirchenchor aus Göttkendorf unter der Leitung von Krzysztof Szczerbuk, begleitet von Organisten Krzysztof Zentek aus Groß Kleeberg und von der Kleeberger Schola.

Als Gäste waren anwesend Ludgarda Buzek, Ehegattin des Premierministers von Polen, Jan Musial, Minister des Premierministeramtes, Adam Sierzputowski, Landrat des Landkreises Allenstein, viele Bürgermeister der Großgemeinden, Generalität und Hohe Offiziere der Polnischen Armee, Kombattanten, hohe Offiziere der Feuerwehren, Abgeordnete des Sejm, Senatoren, Abgeordnete des Landtages von Ermland und Masuren mit dem Marschall (Präsidenten) an der Spitze, Mitglieder des Kreistages, hohe Vertreter des Malteserordens und andere Gäste. Aus der Bundesrepublik waren ca. 200 Personen angereist, überwiegend Angehörige der Märtyrer und Opfer.

Der Denkmalstandort Groß Kleeberg ist dafür der geeignete Platz, de facto ein Vorort von Alleinstein, nur 8 km östlich vom Stadtzentrum entfernt. Einer der anerkannten Märtyrer ist Paul Chmielewski, Pfarrer von Groß Kleeberg von 1928 bis 1945, der am 22.01.1945 von der Roten Armee bestialisch ermordet wurde. Er wurde von den Russen aufgefordert, den Schüssel vom Tabernakel herauszugeben, um Kirchengeschirr rauben zu können. Der Pfarrer lehnte es ab. Daraufhin wurde er mit Bajonetten mehrmals durchstochen und vom 1. OG auf die Pfarrhaustreppe geworfen, wo sein Leichnam bis zum Frühjahr im Schnee liegen blieb, weil die Russen nicht erlaubten, ihn zu begraben.

Dieser Tatbestand wurde glaubhaft durch den ukrainischen Kriegsgefangenen Kiril geschildert, der in Groß Kleeberg auf einem Bauernhof beschäftigt war und noch am Leben ist, und zum Zeitpunkt der Ermordung in der Pfarrei als Dolmetscher tätig war. Der jetzige Pfarrer von Groß Kleeberg ist fest davon überzeugt, dass sein ermordeter Vorgänger gute Chancen hat, selig gesprochen zu werden.

Das Denkmal wurde ohne gesicherte Finanzierung auf Kredit der Pfarrei errichtet, in der Hoffnung, durch Spenden der Ermländer den Betrag von 15.000,- DM in Kürze zusammenzukommen. Die Tatsache aber ist, dass bis Ende September nur geringe Spenden eingegangen sind. Es sind unsere Priester-Märtyrer, die eine Gedenkstätte verdient haben. Denn die Priester hatten einen besonderen Stellenwert im Ermland, waren durch die Bevölkerung sehr geschätzt und geehrt. Vor allem Kirchspiele die ihren Pfarrer verloren haben, Angehörige von Ermordeten, von denen die auf dem Weg oder in Russland ihr Leben verloren haben, Gönner, Freunde und Christen, werden gebeten, sich an der Finanzierung des Denkmals zu beteiligen. Es ist dies das unermüdliche Verdienst des Pfarrers von Groß Kleeberg, Henryk Blaszczyk, der konsequent die Idee verfolgte und realisierte. So haben jetzt Angehörige, die durch die Russen ihren Nächsten verloren haben, eine würdige Gedenkstätte für Besinnung und ein Gebet. Der Mahnmal erfasst Priester und alle Opfer des Bistum Ermland zwischen Weichsel und Memelland einerseits und von der Ostsee bis zur ehemaligen polnischen Grenze andererseits.

_________________________________________________________________________________
Priester-Märtyrer und Kriegsopfer des Ermlandes 1939 - 45 

 Name und Vorname                     Geburtstag
 Geburtsort Priesterweihe ermordet in am
 In rot, bereits als Märtyrer anerkannt
01. Pfarrer Paul Chmielewski 02.01.1889 Schönfelde 28.02.1915 Groß Kleeberg 22.01.45
02. Pater SVD Gottfried Fuchs 04.09.1892 Leverkusen 05.12.1914 Stuhm 29.01.45
03. Pfarrer Hubert Groß 31.01.1908 Marienburg 25.07.1932 Königsberg 19.01.46
04. Pfarrer Paul Huhn 23.10.1906 Seeburg 25.03.1933 Tolkemit 26.02.45
05. Pfarrer Bernhard Klement 17.10.1888 Wuttrienen 28.02.2015 Allenstein 22.01.45
06. P. MSC Theodor Kortendieck 07.02.1887 Lüdinghausen 11.08.1911 Prositten 04.02.45
07. Pfarrer Otto Langkau 31.10.1871 Polleiken 08.11.1896 Groß Bertung 22.01.45
08. Pfarrer Johannes Lindenblatt 23.06.1882 Tollnigk 09.07.1905 Rastenburg 27.01.45
09. Pfarrer Franz Ludwig 29.04.1896 Wormditt 23.07.1922 Santoppen 29.01.45
10. Pfarrer Johannes Marquardt 18.07.1888 Memel 26.01.1913 Plausen 29.01.45
11. Pfarrer Adalbert Prothmann 15.06.1876 Gayl 31.01.1904 Prositten 04.02.45
12. Domkap. Dr.Wladisl. Switalski 27.06.1875 Konkol 10.09.1899 Frauenburg 09.02.45
13. Pfarrer Dr.Ulrich Schikowski 04.08.1907 Bischofsburg 28.02.1932 Tiedmannsdorf 27.01.45
14. Pfarrer Bruno Weichsel 11.10.1903 Mehlsack 13.02.1927 Saalfeld 23.01.45
15. Pfarr. Bronislaw Sochaczewski 15.05.1886 Brusy 26.01.1913 Sachsenhausen 13.05.40
16. Pfarrer Leo Olschewski 14.04.1894 Königsberg 23.11.1919 Dachau 10.08.42
17. Domkapitular Josef Steinki 19.12.1889 Glottau 09.07.1916 Allenstein 16.02.45
18. Pfarrer Aloys Moritz 22.03.1894 Alt Kockendorf 05.08.1917 Szatura/SU ??.02.45
19. Pfarrer Gerhard Thidigk 22.09.1892 Schubin 08.02.1925 Ad.Transport 14.05.46
20. Kaplan Hugo-August Wessolek 01.10.1905 Allenstein 31.03.1940 A.d.Transport 23.03.45
21. Erzpriester Helmut Zint 02.05.1891 Kalwe 09.07.1916 Jeneikow/SU 30.03.45
22. Pfarrer Felix Zimmermann 22.03.1886 Freudenberg 06.07.1913 Semereit/SU 28.04.45
23. Pfarrer Bruno Bludau 09.09.1890 Bürgerwalde 09.07.1916 Ural/SU 05.05.45
24. Kaplan Gerhard Witt 03.07.1912 Rößel 07.03.1937 Elbing 19.05.45
25. Kaplan Paul Langkau 20.08.1903 Rößel 12.02.1928 Nischij/Tagil 24.04.45
26. Pfarrvikar Hugo Will 28.01.1899 Sternberg 02.03.1930 Karelien/SU 01.03.45
27. Pfarrer Karl Heinrich 24.04.1896 Rößel 20.07.1924 Smolensk/SU 21.05.45
28. Pfarrer Georg Hippel 29.04.1905 Guttstadt 14.07.1929 A.d.Transport ??. 06.45
29. Domkapitular Dr. Bruno Groß 06.01.1900 Lotterfeld 10.02.1924 Tscheboksari/SU 30. 07.46
30. Erzpriester Wilhelm Thater 02.02.1893 Heilsberg 20.03.1920 Samara/SU 01.03.45
31. Pater SVD Georg Heide 22.08.1885 Windtken 09.02.1909 Liebenberg 08.07.45
32. Pater SVD Johannes Frank 08.11.1900 Niederscheidweiler 26.05.1926 Stalino/S+U ??.??.45
33. Pater MSC Peter Drozniak 24.07.1902 Herne/Westf. 10.08.1928 A.d.Transport ??.03.45
34. Pater SJ Heribert Schulz 27.09.1908 Guttstadt 18.04.1938 Smolensk/SU 02.03.45
35. Pater CSSR Josef Kolfenbach 02.01.1905 Honnef 06.04.1929 Komigebiet/SU 31.03.45
36. Pfarrer Franz Zagermann 28.07.1882 Zagern 23.06.1907 Glockstein 26.02.45
37. Pfarrer Joachim Ziemetzki 04.09.1886 Dietrichswalde 25.07.1920 Alt Wartenburg 26.01.45
38. Pfarrer Arthur Schulz 11.11.1897 London 15.07.1923 Bischofstein 30.01.45
39. Pfarrer Paul Schwartz 03.03.1878 Heilsberg 08.02.1903 Frauenwalde 12.02.45
40. Pfarrer Arthur Linka 02.05.1887 Allenstein 04.02.1912 Jonkendorf 26.01.45
41. Pfarrer Paul Lunkwitz 17.12.1875 Süßenberg 29.01.1899 Brösen/Dzg. 29.03.45
42. Pfarrer Engelbert Rahmel 05.12.1891 Schlochau 14.07.1918 Stegors/Wpr. ??.01.45
43. Pfarrer Bruno Siegel 06.11.1889 Briesen 26.01.1913 Alt Bolitten 30.01.45
44. Pfar. Paul Katscherowski 07.11.1891 Wejherowo 23.06.1918 Allenstein 29.10.45
45. Pfarrer Anton Werner ??.??.1868 Tolkemit 27.02.1883 Santoppen 28.08.1914
 In blau, besteht noch Aussicht auf Anerkennung als Märtyrer, falls Beweise vorliegen
46. Pfarrer Ernst Karbaum  04.02.1891 Migehnen 03.03.1917 Stutthof 18.12.40
47. Pfarrer Josef Rohwetter 13.04.1887 Layß 05.07.1914 verschollen ??.04.45
48. Pfarrer Paul Bilitewski 24.04.1903 Scheufelsdorf 28.08.1936 Ural/SU 05.04.45
49. Pfarrer Josef Bartsch 21.11.1903 Kerschdorf 20.07.1930 Pr. Eylau 05.02.45
50. Pater O Cap. Gilbert Bock 23.05.1898 Queetz 01.07.1933 A.d.Transport ??.03.45
51. Studienrat Eberhard Grawe 24.07.1894 Hamburg 15.08.1920 Lager JenajkiSU 27.05.45
52. Pfarrer Karl Huhmann 18.06.1891 Heilsberg 23.07.1922 Pjatosero/SU 15.06.45
53. Pfarrer Martin Jablonski 09.03.1889 Insterburg 18.12.1911 A.d.Transport 09.03.45
54. Pfarrer Karl Langwald 14.12.1886 Alt Wartenburg 04.02.1912 Tscheljabinsk/SU ??. 05.45
55. Pater  Laurentius Maruszczyk 06.01.1903 Scharley 01.02.1931 Rußland 31.08.45
56. Pfarrer Josef Vonberg 09.12.1911 Arnsdorf 05.03.1939 Rußland 15.06.45
57. Pfarrer Ferdinand Podlech 22.02.1878 Münsterberg 31.01.1904 Stalino/SU 30.04.45
58. Pfarrer Clemens Preuschoff 03.11.1884 Neukirch-Höhe 26.01.1908 Samara/SU ??.04.45
59. Pfarrer Erich Preuschoff 10.02.1909 Sonnwalde 24.02.1935 Lager Wolga/SU 30.05.45
60. Erzpriest. Dr. Felix Preuschoff 10.03.1890 Bromberg 04.08.1912 Nischni-Tagil 01.05.45
61. Pfarrer Bruno Primmel 02.10.1878 Allenstein 08.02.1903 Heilsberg 23.03.45
62. Pfarrer Wilhelm Schnarkowski 22.03.1887 Thomsdorf 04.02.1912 A.d.Transport 15.03.45
63. Pfarrer Gustav Wedig 02.02.1883 Seeburg 06.02.1910 Krasnowodsk/SU ??.04.45
64. Pfarrer Richard Ziegler 01.10.1881 Braunsberg 03.02.1907 A.d.Transport 11.03.45
65. Pfarrer Josef Behrendt 27.06.1907 Heilsberg 05.03.1933 Rußland ??.??.45
66. Pfarrer Wilhelm Brehm 13.04.1907 Marienwerder 02.03.1930 Königsberg ??.01.45
67. Pfarrer Johannes Krämer 16.11.1893 Rotfließ 23.07.1922 Rußland ??.02.45
68. Pfarrer Anton Thamm 15.07.1904 Schönbrück 10.02.1929 verschollen ??.??.45
69. Kaplan Clemens Hinzmann 13.12.1908 Redigkainen 07.03.1937 Schiff "GOYA" 15.04.45
70. Pfarrer Paul Korzeniewski 08.01.1897 Danzig 04.02.1923 Rußland ??.02.45
71. Pater OFM Viktor  Mratzek 27.02.1909 Hindenburg 31.01.1937 Wilna/Litauen 31.12.45
72. Pfarrer Georg Wilke 28.05.1890 Leipzig 11.0619.27 Naklo/Notec. 05.03.45
73. Pfarrer Hermann Gerigk 10.05.1902 Allenstein 20.07.1930 Insterburg 22.02.45
74. Pater OFM Fidelis Rudoll 12.09.1906 Nakel 28.01.1934 Tula/Weißrußl. 29.06.46
75. Kaplan Michael Nix 09.04.1912 Düsseldorf 03.03.1938 Schwetz/Weichsel 04.02.45
76. Kaplan Karl Polzien 18.10.1917 Rößel 23.12.1944 Märkisch-Buchholz 29.04.45
77. Stanislaw Zuske 23.09.1903 Pierzchno 20.02.1932 Hartheim-Linz 04.09.42
78. Pfarrer Wladyslaw Demski 05.08.1884 Straszewo 06.02.1910 Sachsenhausen 26.05.40
79. Pfarrer Albert Rogaczewski 23.04.1888 Dt. Damerau 05.07.1914 Buchenwald 16.03.44
80. Pfarrer Alfred Preuß 29.03.1914 Allenstein 06.03.1938 Balga 26.03.45
In gelb, weitere Opfer des Krieges, keine Märtyrer
81. Kaplan Bruno Heinrich 31.08.1906 Allenstein 25.02.1934 Baranowitschi 20.01.43
82. Pfarrer Johannes Heppner 08.03.1909 Bischofsburg 08.03.1909 Nikopol/SU 17.02.44
83. Pfarrer Erich Teckentrup 28.08.1911 Dorsten 04.02.1937 Bebruisk/SU 29.06.44
84. Kaplan Anton Jescholtowski 01.09.1900 Braunswalde 14.02.1926 Kasan/SU ??.09.44
85. Kaplan Paul Bludau 04.09.1913 Mussathen 21.03.1943 Armjansk/SU 02.11.43
86. P. OFM Gotthard Boronowski 11.05.1909 Annengrund 27.01.1935 Otoperi/RU 24.08.44
87. Pfarrer Hugo Hanowski 28.11.1910 Mondtken 10.12.1939 Oschibokowo/SU 27.08.42
88. Hofkaplan Gerhard Heinrich 24.04.1911 Wuttrienen 31.03.1940 Tecuci/RUM 07.05.44
89. Kaplan Winfried Kluth 15.11.1912 Elbing 30.07.1939 Olecza-SU 27.05.44
90. Kaplan August Lange 17.11.1911 Mehlsack 06.03.1938 Stalingrad/SU 11.01.43
91. Kaplan Hugo Szinczetzki 09.03.1907 Frankenau 28.02.1932 Lubino/SU 09.08.43
92. Kaplan Werner Steinky 25.01.1912 Glottau 31.03.1940 Borissowka/SU 31.07.43
93. Kaplan Rudolf Stracke 31.12.1911 Essen 04.02.1937 Holyn/UKR 28.07.44
94. Kaplan Hubert Teschner 20.03.1911 Tollnigk 07.03.1937 Tschudowo/SU 08.06.42
95. Kaplan Theodor Weng 26.04.1912 Freihagen 10.12.1939 Stalingrad/SU 15.01.43
96. Kaplan Franz Woelki 08.08.1910 Borghers 04.02.1937 Borbe/SU 18.11.44

   Märtyrerinen der Katharinen Ordens

  Vorname Name    Geb-Datum und Ort         Profeß           Ort und Datum des Märtyriums

---------------------------------------------------------------------------------------------Christophora Klomfaß      19.08.1902 Rasching        25.04.1928     Allenstein      22.01.1945      M. Liberia Domnick        12.10. 1904 Klawsdorf      20.10.1932     Allenstein      22.01.1945

M. Generosa Bolz            26.05.1902 Lengainen       22.04.1929     Allenstein      09.05.1945

M. Sekundina Rautenberg  23.12.1887 Blankenberg    29.04.1912     Rastenburg   27.01.1945

M. Adelgarda Bönigk         05.02.1900  Altmarkt       20.04.1926     Rastenburg   27.01.1945

M. Aniceta, Kl. Skibowski   12.08.1882 Bertung        25.04.1905     Heilsberg       02.02.1945

M. Gebharda Schröter      01.12.1886 Karschau        ??.??.1918      Heilsberg      02.02.1945

M. Sabinella Angrick         29.09. 1880 Damerau       03.04.1902     Heilsberg       02.02.1945

M. Bona Anna Pestka       ??.??.1905  unbek.           30.04.1932     Wormditt      01.05.1945     

M. Gunhilde Steffen         02.09.1918  Rosenwalde   26.10.1939     Wormditt       30.06.1945

M. Rolanda Abraham        17.06.1914 Tolkemit         02.05.1938     Wormditt       25.06.1945

M. Leonis Käthe Müller     03.02.1913  Danzig          02.05.1938     UdSSR           05-06.1945 

M. Xaveria Rohweder      25.02.1882  Plaßwich        23.04.1907     Schneidemühl  25.11.1945

M. Charitina Fahl            10.03.1887  Bürgerwalde   29.04.1912     Danzig            05.06.1945

M. Mauritia Morgenfeld    24.04.1904 Soweiden        20.10.1932     Tula/SU         07.04.1945   

M. Tiburtia Mischke       27.10.1888 Krokau            12.10.1909      Osanowo/SU   08.07.1945

M. Zofia Paluch            26.10.1948 Kalinowo        29.06.1971       Heilsberg         17.06.1986

M. Teodora Marianna Witkowska  23.03.1889 Koschmin 23.05.1911   Christburg       28.01.1945

 Bemerkung: Schw. M. Zofia Paluch ist Opfer der polnischen Kommunisten.

                    Schw. M. Teodora Witkowski, gehörte der St. Elisabeth Kongregation

 Von de Laien sind von der Kurie in Allenstein folgende Personen als Märtyrer erfasst worden.

Jan Gruba, geb. co 1920 in Polen, Bauer, Fremdarbeiter in Ramsau. Erhängt auf dem Weg von Ramsau nach Wieps.

Margarethe Wiewiora, Tochter von Paul und Rosa Grabosch, geb. 15.10.1928 Sternsee. Ermordet am 09.03.1945.

Cäcilie Grabosch, geb 1917 in Schönfelde, wohnhaft in Fittigsdorf, Kirchspiel Groß Kleeberg, Märtyrium am 22.01.1945.

Anton Rohweder und Tochter Elisabeth, ermordet in Rössel.

Frl. Fieberg und Fischer, mehr angaben unbekannt, beide wurden im Katharinenkloster am 14.02.1945 erschlagen.

  
"Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen". (Off. 7,13)


"Gensque virumtruncis et duro robore nata. Quique sacerdotes casti, dum vita manebat".
Aus Stämmen der harten Eiche geschnitzt. Hier sind sie, die als Priester rein ihr Leben erfüllten. 


Vergil, 8,315; 6,661)

Damit so viele Priester wie nur möglich, als Märtyrer anerkannt werden, ist ihre Mithilfe bei der Aufklärung der Todesumstände notwendig.

Es muss klargestellt werden, dass diese Liste nur eine Diskussionsgrundlage sein kann, Korrekturen und Ergänzung sind notwendig. Der Verfasser bittet alle Personen die zur Ergänzung, Korrektur und Vervollständigung dieser Liste einen Beitrag leisten könnten, um schriftliche Nachricht an:

Georg Kellmann
Meißener Weg 34
68309 Mannheim
Tel. 0621/70 51 05
Email:
georg.kellmann@freenet.de 

  
_________________________________________________________________________________

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihnen. (3x)

Lass sie ruhen im Frieden. Amen.

Top