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5. Denkmal für ermordete Priester und Laien

Grab des ermordeten Priester-Märtyrers Paul Chmielewski in Groß Kleeberg. Bestialisch
ermordet am 22.01.1945 von Horden der Roten Armee durch
Bajonetteinstiche, anschl. schwer verletzt vom O.G. auf die Eingangstreppe
geworfen.
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Das Denkmal
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Ehrenkompanie vor der
Denkmaleröffnung
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Denkmal nach der Enthüllung.
Von Rechts: Ludgarda
Buzek, Ehefrau des Polnischen Premierminister, Dr. Edmund Piszcz, Erzbischof von Ermland und Kirchspielsprecher
Georg Kellmann
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Denkmalansicht
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Am 2. September 2001 wurde in Groß Kleeberg, Landkreis Allenstein, das Denkmal, für die in den Jahren 1939 – 1947 ermordeten Priester und
Diözesanen des Bistums Ermlands feierlich eingeweiht.
Vor der Eröffnung stellte sich entlang der Kirche eine aus 80 Elitesoldaten bestehende Ehrenkompanie der Polnischen Armee auf. Die Feierlichkeiten begannen um 17.00 Uhr mit Abschreitung der Ehrenkompanie durch einen General der polnischen Armee. Alle Anwesende begrüßte der Pfarrer von Groß Kleeberg, Henryk Blaszczyk, mit folgenden Worten:
“Gelobt sei Jesus Christus. Als Pfarrer dieses Ortes, gerührt mit den geschichtlichen Tatsachen des Bistums Ermland, und das Leben hervorragende Priester, die bis zuletzt hier vor Ort mit dem Gottesvolk dieses Landes ausgeharrt haben.
Ich möchte sie alle herzlich begrüßen und einladen zu der Feier, um gemeinsam zu preisen , die Geschichte und den Werdegang der Priester, Männer der Kirche, tadellose und beispielhafte Persönlichkeiten, und vor allem diejenige, die das Zeugnis für das Martyrologiums abgelegt hatten”.
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Danach sprach die Ehefrau an den Feierlichkeiten des verhinderten Premierministers der Republik Polen, Jerzy Buzek, Ludgarda Buzek, folgende Worte:
“Herzlich danke ich für die Einladung zur Einweihung des Denkmal für die, in den Jahren 1939 – 1946 ermordeten Priester und
Diözesanen des Bistums Ermland.
Das vergangene Jahrhundert, dass von Raymond Aron als Jahrhundert der Ideologien bezeichnet wurde, ist äußerst grausam mit der ethnischen und religiösen Bevölkerung von Ermland und Masuren umgegangen. Diese einheimische Bevölkerung, zerschlagen und auseinander gerissen, hat das tragische Schicksal erleben müssen, wie Millionen anderer Menschen aus Mittel- und Osteuropa.
Die Staatsgrenzen haben viele Familien getrennt, und Schulen und Ämter waren Orte aggressiver Indoktrination, autoritärer Machthaber. Für die totalitären Regime von Nazi Deutschland und für die Stalinisten Russlands hat das Menschenleben nicht viel bedeutet.
Heute die wir in demokratischen und rechtsstaatlichen Ländern leben, sind wir dankbar für die Erinnerung an Tausende Freiheitskämpfer, die mit ihrem mutigen Auftreten Zeugnis für edle Werte abgelegt haben. “Das Blut der Märtyrer ist Samen des Christentums” so schrieb Tertulian in 2. Jahrhundert nach Christi. An diese Weisheit erinnert Papst Johannes Paul II, der uns auf Tausende, unbekannte Märtyrer des letzten Jahrhunderts hingewiesen hat. Ich bin überzeugt, dass die Söhne und Töchter des ermländischen Landes, Katholiken und Evangelische, die durch die braunen und roten Henkersknechte ihr Leben lassen mussten, einen verdienten Ehrenplatz hier einnehmen. Das heute hier eingeweihte Denkmal wird das Gedenken an sie unter den Einwohnern dieser Region festigen.
Allen Organisatoren des heutigen Treffens grüße ich und spreche meine große Hochachtung aus und an alle, die nach hier zu so großer historischer Feierlichkeit nach Groß Kleeberg (Klebark Wielki) gekommen sind.”
Hochachtungsvoll
Jerzy Buzek, Premierminister der Republik Polen
_________________________________________________________________________________ Anschließend sprach der Erzbischof von Ermland, Dr. Edmund Piszcz, folgende Worte:
“Ich bin ebenfalls gerührt, dass man sich wieder erinnert an die Menschen, an die bisher niemand mehr gedacht hatte. Die Jahre 1939 – 1947 sind nicht nur Jahre eines grausamen Krieges, sondern auch Jahre in denen die unschuldigsten Menschen ihr Leben verloren haben. Unter ihnen diejenigen, die im Ermland geblieben sind, die einheimische Bevölkerung, die im Glauben beharrte, denn das war ihr Land und ihre Heimat. Das alles hatte keine Bedeutung für diejenigen, die das Land besetzt haben und danach in den grausamen Jahren, wo die Roten regierten, noch viele ums Leben gekommen sind, unter ihnen auch Priester. Es ist gut, dass das Gedächtnis an diejenigen weiter lebt, und dass dieser Ort weiter erinnern wird an den hohen Preis, den Preis
ihres Lebens die bezahlt haben, die Gott und die Heimat geliebt haben. Möge dieses Denkmal nicht nur Erinnerungsstätte bleiben für das
Geschehnes, sondern ein Mahnmal: Mögen diese Zeiten sich nicht mehr wiederholen,”
Im Namen der Kreisgemeinschaft Allenstein-Land lass der stellv. Kreisvertreter von Allenstein-Land Kanonikus Johannes Gehrmann folgende Grußworte des Kreisvertreters Leo Michalski vor:
“Aus Anlass der heutigen, sehr bedeutsamen Feierlichkeiten möchte ich die hier anwesenden Gäste mit diesem meinem Grußwort herzlich willkommen heißen. Gerne wäre ich an diesem Tage bei Ihnen gewesen, aber viele andere, auch wichtige Termine, ließen das nicht zu.
Wir gedenken heute der Opfer der Jahre 1939 - 1947, in welcher Zeit durch Krieg und Gewalt 95 Priester aus dem Ermland sowie unzählige Kinder, Frauen und Männer ihr Leben lassen mussten. Man darf bei dieser Gelegenheit einmal über die Zerbrechlichkeit des Lebens und seinen Sinn nachdenken.
Vielleicht war das Geschehen von damals notwendig, damit sich hier und heute Menschen verschiedener Nationen begegnen, die einst voller Misstrauen waren, Forderungen erhoben oder jetzt von Schmerz erfüllt sind. An alle dem ist die Vergangenheit schuld.
Einige der hier Anwesenden haben die damaligen, furchtbaren Jahre unter dem Einfluss des mörderischen Krieges nicht miterlebt, und es wird ihnen schwer fallen, alles Geschriebene, Gesprochene und historisch Festgehaltene nachzuvollziehen. Aber eins wissen wir alle, jeder Krieg ist furchtbar, jeder Hass und jeder Wille nach Rache ist Gift, eine zerstörerische Maßnahme für die Menschen. Aber leider wollen die Menschen aus der Geschichte nicht lernen!
Wir danken allen, die heute hierher gekommen sind, insbesondere jenen, die dazu beigetragen haben, dass diese Feierlichkeit stattfinden kann, in der an die tragischen Ereignisse des Krieges erinnert wird.
Ich grüße Sie aus Deutschland und bleibe in Verbundenheit.”
Der Erzbischof von Ermland Dr. Edmund Piszcz sprach unmittelbar vor der Einweihung folgendes Gebet:
Der Herr sei mit Euch und mit deinem Geiste. Lasset uns beten: Herr, der Du den Anfang des Lebens schenkst, segne dieses Obelisk-Denkmal und führe alle, die das Zeichen eint, zu einer Gemeinschaft des Friedens und in der ständigen Bereitschaft, anderen zu helfen.
Mit Hilfe der Märtyrer, vor allen der Märtyrer des letzten Krieges, sende Deine Hilfe allen die dich darum flehen und bewahre sie von jeglichen Gefahren durch Christus unseren Herr. Amen
In nomen et patri et filio et spiritui sancti. Amen.
Zum Enthüllen des Denkmals wurden gebeten: Der Erzbischof Dr. Edmund Piszcz, die Ehegattin des Premierministers der Republik Polen, Ludgarda Buzek, und Kirchspielsprecher von Groß Kleeberg Georg Kellmann in Vertretung aller Ermländer.
Der Erzbischof besprengte das Mahnmal mit Weihwasser. Die militärische Ehrenkompanie gab geschlossen drei Salutschüsse ab. Der Kirchenchor der St. Laurentius Gemeinde “Wawrzynki” aus Göttkendorf unter der Leitung von Krzysztof Szczerbuk umrahmte die feierliche Eröffnung.
Frau Ludgarda Buzek legte als erste im Namen des Premierministers Jerzy Buzek einen großen Kranz nieder. Weiteren Kranz im Namen der Bundesrepublik Deutschland legte der Generalkonsul aus Danzig und Botschaftsrat Lipscher aus Warschau nieder. Dann folgten Kränze des polnischen Militärs, des polnischen Malteserordens, der örtlichen deutschen Minderheit und anderer Gäste.
Die Aufschrift des Denkmals in deutscher Sprache lautet: “DEN ERMORDETEN UND ZERMARTERTEN IN DEN JAHREN 1939 – 1947. DEN PRIESTERN UND DEM VOLK DER DIÖZESE ERMLAND”
Das obere, folgender Zitat aus dem Buch der Weisheit Kap. 3, 1-3 wird demnächst auch in deutsch nachgeholt.
"Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand und ruhen in Frieden. In Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit."
Danach begann in der Kreuzaufindungskirche in Groß Kleeberg ein feierlicher Gottesdienst, zelebriert vom Erzbischof von Ermland und vom Apostolischen Pronotator und Erzpriester von Allenstein, Julian Zolnierkiewicz. Die Heilige Messe wurde gewidmet allen Märtyrern dieser Region, die hier gelebt haben, unabhängig von ihrer Nationalität. Der Erzbischof brachte die Freude zum Ausdruck über die Anwesenheit des Generalkonsuls und des Botschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland. Die Lesung (Jes. 41, 8-18, 13-14, Off. 7, 9-10, 14b-17) trug Kirchspielsprecher G. Kellmann in beiden Sprachen vor. Während des Gottesdienstes wurde dem Erzbischof Dr. Edmund Piszcz die höchste Auszeichnung des Malteserordens, nämlich “Pro Piis Meritis”, vom den Hochmeister des Ordens verliehen, und von den Präsidenten des Ordens Juliusz Graf Ostrowski, ausgezeichnet. Ein Vertreter des Malteserordens skizzierte eine kurze Geschichte, Universalität und Aufgaben der Malteserordens.
Den Kirchengesang besorgte der Kirchenchor aus Göttkendorf unter der Leitung von Krzysztof Szczerbuk, begleitet von Organisten Krzysztof Zentek aus Groß Kleeberg und von der Kleeberger Schola.
Als Gäste waren anwesend Ludgarda Buzek, Ehegattin des Premierministers von Polen, Jan Musial, Minister des Premierministeramtes, Adam Sierzputowski, Landrat des Landkreises Allenstein, viele Bürgermeister der Großgemeinden, Generalität und Hohe Offiziere der Polnischen Armee, Kombattanten, hohe Offiziere der Feuerwehren, Abgeordnete des Sejm, Senatoren, Abgeordnete des Landtages von Ermland und Masuren mit dem Marschall (Präsidenten) an der Spitze, Mitglieder des Kreistages, hohe Vertreter des Malteserordens und andere Gäste. Aus der Bundesrepublik waren ca. 200 Personen angereist, überwiegend Angehörige der Märtyrer und Opfer.
Der Denkmalstandort Groß Kleeberg ist dafür der geeignete Platz, de facto ein Vorort von Alleinstein, nur 8 km östlich vom Stadtzentrum entfernt. Einer der anerkannten Märtyrer ist Paul Chmielewski, Pfarrer von Groß Kleeberg von 1928 bis 1945, der am 22.01.1945 von der Roten Armee bestialisch ermordet wurde. Er wurde von den Russen aufgefordert, den Schüssel vom Tabernakel herauszugeben, um Kirchengeschirr rauben zu können. Der Pfarrer lehnte es ab. Daraufhin wurde er mit Bajonetten mehrmals durchstochen und vom 1. OG auf die Pfarrhaustreppe geworfen, wo sein Leichnam bis zum Frühjahr im Schnee liegen blieb, weil die Russen nicht erlaubten, ihn zu begraben.
Dieser Tatbestand wurde glaubhaft durch den ukrainischen Kriegsgefangenen Kiril geschildert, der in Groß Kleeberg auf einem Bauernhof beschäftigt war und noch am Leben ist, und zum Zeitpunkt der Ermordung in der Pfarrei als Dolmetscher tätig war. Der jetzige Pfarrer von Groß Kleeberg ist fest davon überzeugt, dass sein ermordeter Vorgänger gute Chancen hat, selig gesprochen zu werden.
Das Denkmal wurde ohne gesicherte Finanzierung auf Kredit der Pfarrei errichtet, in der Hoffnung, durch Spenden der Ermländer den Betrag von 15.000,- DM in Kürze zusammenzukommen. Die Tatsache aber ist, dass bis Ende September nur geringe Spenden eingegangen sind. Es sind unsere Priester-Märtyrer, die eine Gedenkstätte verdient haben. Denn die Priester hatten einen besonderen Stellenwert im Ermland, waren durch die Bevölkerung sehr geschätzt und geehrt. Vor allem Kirchspiele die ihren Pfarrer verloren haben, Angehörige von Ermordeten, von denen die auf dem Weg oder in Russland ihr Leben verloren haben, Gönner, Freunde und Christen, werden gebeten, sich an der Finanzierung des Denkmals zu beteiligen. Es ist dies das unermüdliche Verdienst des Pfarrers von Groß Kleeberg, Henryk Blaszczyk, der konsequent die Idee verfolgte und realisierte. So haben jetzt Angehörige, die durch die Russen ihren Nächsten verloren haben, eine würdige Gedenkstätte für Besinnung und ein Gebet. Der Mahnmal erfasst Priester und alle Opfer des Bistum Ermland zwischen Weichsel und Memelland einerseits und von der Ostsee bis zur ehemaligen polnischen Grenze andererseits.
_________________________________________________________________________________ Priester-Märtyrer und Kriegsopfer des Ermlandes 1939 - 45
|
Name und Vorname
Geburtstag |
Geburtsort |
Priesterweihe |
ermordet in |
am |
|
In
rot, bereits als Märtyrer anerkannt
|
|
|
|
|
01. Pfarrer Paul Chmielewski |
02.01.1889 |
Schönfelde |
28.02.1915 |
Groß Kleeberg |
22.01.45 |
|
02. Pater SVD Gottfried Fuchs |
04.09.1892 |
Leverkusen |
05.12.1914 |
Stuhm |
29.01.45 |
|
03. Pfarrer Hubert Groß |
31.01.1908 |
Marienburg |
25.07.1932 |
Königsberg |
19.01.46 |
|
04. Pfarrer Paul Huhn |
23.10.1906 |
Seeburg |
25.03.1933 |
Tolkemit |
26.02.45 |
|
05. Pfarrer Bernhard Klement |
17.10.1888 |
Wuttrienen |
28.02.2015 |
Allenstein |
22.01.45 |
|
06. P. MSC Theodor Kortendieck |
07.02.1887 |
Lüdinghausen |
11.08.1911 |
Prositten |
04.02.45 |
|
07. Pfarrer Otto Langkau |
31.10.1871 |
Polleiken |
08.11.1896 |
Groß Bertung |
22.01.45 |
|
08. Pfarrer Johannes Lindenblatt |
23.06.1882 |
Tollnigk |
09.07.1905 |
Rastenburg |
27.01.45 |
|
09. Pfarrer Franz Ludwig |
29.04.1896 |
Wormditt |
23.07.1922 |
Santoppen |
29.01.45 |
|
10. Pfarrer Johannes Marquardt |
18.07.1888 |
Memel |
26.01.1913 |
Plausen |
29.01.45 |
|
11. Pfarrer Adalbert Prothmann |
15.06.1876 |
Gayl |
31.01.1904 |
Prositten |
04.02.45 |
|
12. Domkap. Dr.Wladisl. Switalski |
27.06.1875 |
Konkol |
10.09.1899 |
Frauenburg |
09.02.45 |
|
13. Pfarrer Dr.Ulrich Schikowski |
04.08.1907 |
Bischofsburg |
28.02.1932 |
Tiedmannsdorf |
27.01.45 |
|
14. Pfarrer Bruno Weichsel |
11.10.1903 |
Mehlsack |
13.02.1927 |
Saalfeld |
23.01.45 |
|
15. Pfarr. Bronislaw Sochaczewski |
15.05.1886 |
Brusy |
26.01.1913 |
Sachsenhausen |
13.05.40 |
|
16. Pfarrer Leo Olschewski |
14.04.1894 |
Königsberg |
23.11.1919 |
Dachau |
10.08.42 |
|
17. Domkapitular Josef Steinki |
19.12.1889 |
Glottau |
09.07.1916 |
Allenstein |
16.02.45 |
|
18. Pfarrer Aloys Moritz |
22.03.1894 |
Alt Kockendorf |
05.08.1917 |
Szatura/SU |
??.02.45 |
|
19. Pfarrer Gerhard Thidigk |
22.09.1892 |
Schubin |
08.02.1925 |
Ad.Transport |
14.05.46 |
|
20. Kaplan Hugo-August Wessolek |
01.10.1905 |
Allenstein |
31.03.1940 |
A.d.Transport |
23.03.45 |
|
21. Erzpriester Helmut Zint |
02.05.1891 |
Kalwe |
09.07.1916 |
Jeneikow/SU |
30.03.45 |
|
22. Pfarrer Felix Zimmermann |
22.03.1886 |
Freudenberg |
06.07.1913 |
Semereit/SU |
28.04.45 |
|
23. Pfarrer Bruno Bludau |
09.09.1890 |
Bürgerwalde |
09.07.1916 |
Ural/SU |
05.05.45 |
|
24. Kaplan Gerhard Witt |
03.07.1912 |
Rößel |
07.03.1937 |
Elbing |
19.05.45 |
|
25. Kaplan Paul Langkau |
20.08.1903 |
Rößel |
12.02.1928 |
Nischij/Tagil |
24.04.45 |
|
26. Pfarrvikar Hugo Will |
28.01.1899 |
Sternberg |
02.03.1930 |
Karelien/SU |
01.03.45 |
|
27. Pfarrer Karl Heinrich |
24.04.1896 |
Rößel |
20.07.1924 |
Smolensk/SU |
21.05.45 |
|
28. Pfarrer Georg Hippel |
29.04.1905 |
Guttstadt |
14.07.1929 |
A.d.Transport |
??. 06.45 |
|
29. Domkapitular Dr. Bruno Groß |
06.01.1900 |
Lotterfeld |
10.02.1924 |
Tscheboksari/SU |
30.
07.46 |
|
30. Erzpriester Wilhelm Thater |
02.02.1893 |
Heilsberg |
20.03.1920 |
Samara/SU |
01.03.45 |
|
31. Pater SVD Georg Heide |
22.08.1885 |
Windtken |
09.02.1909 |
Liebenberg |
08.07.45 |
|
32. Pater SVD Johannes Frank |
08.11.1900 |
Niederscheidweiler |
26.05.1926 |
Stalino/S+U |
??.??.45 |
|
33. Pater MSC Peter Drozniak |
24.07.1902 |
Herne/Westf. |
10.08.1928 |
A.d.Transport |
??.03.45 |
|
34. Pater SJ Heribert Schulz |
27.09.1908 |
Guttstadt |
18.04.1938 |
Smolensk/SU |
02.03.45 |
|
35. Pater CSSR Josef Kolfenbach |
02.01.1905 |
Honnef |
06.04.1929 |
Komigebiet/SU |
31.03.45 |
|
36. Pfarrer Franz Zagermann |
28.07.1882 |
Zagern |
23.06.1907 |
Glockstein |
26.02.45 |
|
37. Pfarrer Joachim Ziemetzki |
04.09.1886 |
Dietrichswalde |
25.07.1920 |
Alt Wartenburg |
26.01.45 |
|
38. Pfarrer Arthur Schulz |
11.11.1897 |
London |
15.07.1923 |
Bischofstein |
30.01.45 |
|
39. Pfarrer Paul Schwartz |
03.03.1878 |
Heilsberg |
08.02.1903 |
Frauenwalde |
12.02.45 |
| 40.
Pfarrer Arthur Linka |
02.05.1887 |
Allenstein |
04.02.1912 |
Jonkendorf |
26.01.45 |
| 41.
Pfarrer Paul Lunkwitz |
17.12.1875 |
Süßenberg |
29.01.1899 |
Brösen/Dzg. |
29.03.45 |
| 42.
Pfarrer Engelbert Rahmel |
05.12.1891 |
Schlochau |
14.07.1918 |
Stegors/Wpr. |
??.01.45 |
| 43.
Pfarrer Bruno Siegel |
06.11.1889 |
Briesen |
26.01.1913 |
Alt
Bolitten |
30.01.45 |
| 44. Pfar.
Paul Katscherowski |
07.11.1891 |
Wejherowo |
23.06.1918 |
Allenstein |
29.10.45 |
| 45.
Pfarrer Anton Werner |
??.??.1868 |
Tolkemit |
27.02.1883 |
Santoppen |
28.08.1914 |
|
|
|
|
|
|
|
In
blau, besteht noch Aussicht auf Anerkennung als Märtyrer,
falls Beweise vorliegen |
|
|
46. Pfarrer Ernst Karbaum |
04.02.1891 |
Migehnen |
03.03.1917 |
Stutthof |
18.12.40 |
|
47. Pfarrer Josef Rohwetter |
13.04.1887 |
Layß |
05.07.1914 |
verschollen |
??.04.45 |
|
48. Pfarrer Paul Bilitewski |
24.04.1903 |
Scheufelsdorf |
28.08.1936 |
Ural/SU |
05.04.45 |
|
49. Pfarrer Josef Bartsch |
21.11.1903 |
Kerschdorf |
20.07.1930 |
Pr. Eylau |
05.02.45 |
| 50. Pater O Cap. Gilbert Bock |
23.05.1898 |
Queetz |
01.07.1933 |
A.d.Transport |
??.03.45 |
| 51. Studienrat Eberhard Grawe |
24.07.1894 |
Hamburg |
15.08.1920 |
Lager
JenajkiSU |
27.05.45 |
|
52. Pfarrer Karl Huhmann |
18.06.1891 |
Heilsberg |
23.07.1922 |
Pjatosero/SU |
15.06.45 |
|
53. Pfarrer Martin Jablonski |
09.03.1889 |
Insterburg |
18.12.1911 |
A.d.Transport |
09.03.45 |
|
54. Pfarrer Karl Langwald |
14.12.1886 |
Alt Wartenburg |
04.02.1912 |
Tscheljabinsk/SU |
??. 05.45 |
|
55. Pater Laurentius Maruszczyk |
06.01.1903 |
Scharley |
01.02.1931 |
Rußland |
31.08.45 |
|
56. Pfarrer Josef Vonberg |
09.12.1911 |
Arnsdorf |
05.03.1939 |
Rußland |
15.06.45 |
|
57. Pfarrer Ferdinand Podlech |
22.02.1878 |
Münsterberg |
31.01.1904 |
Stalino/SU |
30.04.45 |
|
58. Pfarrer Clemens Preuschoff |
03.11.1884 |
Neukirch-Höhe |
26.01.1908 |
Samara/SU |
??.04.45 |
|
59. Pfarrer Erich Preuschoff |
10.02.1909 |
Sonnwalde |
24.02.1935 |
Lager
Wolga/SU |
30.05.45 |
| 60.
Erzpriest. Dr. Felix Preuschoff |
10.03.1890 |
Bromberg |
04.08.1912 |
Nischni-Tagil |
01.05.45 |
| 61. Pfarrer Bruno Primmel |
02.10.1878 |
Allenstein |
08.02.1903 |
Heilsberg |
23.03.45 |
|
62. Pfarrer Wilhelm Schnarkowski |
22.03.1887 |
Thomsdorf |
04.02.1912 |
A.d.Transport |
15.03.45 |
|
63. Pfarrer Gustav Wedig |
02.02.1883 |
Seeburg |
06.02.1910 |
Krasnowodsk/SU |
??.04.45 |
|
64. Pfarrer Richard Ziegler |
01.10.1881 |
Braunsberg |
03.02.1907 |
A.d.Transport |
11.03.45 |
|
65. Pfarrer Josef Behrendt |
27.06.1907 |
Heilsberg |
05.03.1933 |
Rußland |
??.??.45 |
|
66. Pfarrer Wilhelm Brehm |
13.04.1907 |
Marienwerder |
02.03.1930 |
Königsberg |
??.01.45 |
|
67. Pfarrer Johannes Krämer |
16.11.1893 |
Rotfließ |
23.07.1922 |
Rußland |
??.02.45 |
|
68. Pfarrer Anton Thamm |
15.07.1904 |
Schönbrück |
10.02.1929 |
verschollen |
??.??.45 |
| 69. Kaplan Clemens Hinzmann |
13.12.1908 |
Redigkainen |
07.03.1937 |
Schiff
"GOYA" |
15.04.45 |
| 70. Pfarrer Paul Korzeniewski |
08.01.1897 |
Danzig |
04.02.1923 |
Rußland |
??.02.45 |
|
71. Pater OFM Viktor Mratzek |
27.02.1909 |
Hindenburg |
31.01.1937 |
Wilna/Litauen |
31.12.45 |
| 72. Pfarrer Georg Wilke |
28.05.1890 |
Leipzig |
11.0619.27 |
Naklo/Notec. |
05.03.45 |
| 73. Pfarrer Hermann Gerigk |
10.05.1902 |
Allenstein |
20.07.1930 |
Insterburg |
22.02.45 |
|
74. Pater OFM Fidelis Rudoll |
12.09.1906 |
Nakel |
28.01.1934 |
Tula/Weißrußl. |
29.06.46 |
|
75. Kaplan Michael Nix |
09.04.1912 |
Düsseldorf |
03.03.1938 |
Schwetz/Weichsel |
04.02.45 |
|
76. Kaplan Karl Polzien |
18.10.1917 |
Rößel |
23.12.1944 |
Märkisch-Buchholz |
29.04.45 |
| 77.
Stanislaw Zuske |
23.09.1903 |
Pierzchno |
20.02.1932 |
Hartheim-Linz |
04.09.42 |
|
78. Pfarrer Wladyslaw Demski |
05.08.1884 |
Straszewo |
06.02.1910 |
Sachsenhausen |
26.05.40 |
|
79. Pfarrer Albert Rogaczewski |
23.04.1888 |
Dt. Damerau |
05.07.1914 |
Buchenwald |
16.03.44 |
| 80. Pfarrer Alfred Preuß |
29.03.1914 |
Allenstein |
06.03.1938 |
Balga |
26.03.45 |
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In gelb, weitere Opfer des Krieges,
keine Märtyrer |
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81. Kaplan Bruno Heinrich |
31.08.1906 |
Allenstein |
25.02.1934 |
Baranowitschi |
20.01.43 |
|
82. Pfarrer Johannes Heppner |
08.03.1909 |
Bischofsburg |
08.03.1909 |
Nikopol/SU |
17.02.44 |
|
83. Pfarrer Erich Teckentrup |
28.08.1911 |
Dorsten |
04.02.1937 |
Bebruisk/SU |
29.06.44 |
|
84. Kaplan Anton Jescholtowski |
01.09.1900 |
Braunswalde |
14.02.1926 |
Kasan/SU |
??.09.44 |
|
85. Kaplan Paul Bludau |
04.09.1913 |
Mussathen |
21.03.1943 |
Armjansk/SU |
02.11.43 |
|
86. P. OFM Gotthard Boronowski |
11.05.1909 |
Annengrund |
27.01.1935 |
Otoperi/RU |
24.08.44 |
|
87. Pfarrer Hugo Hanowski |
28.11.1910 |
Mondtken |
10.12.1939 |
Oschibokowo/SU |
27.08.42 |
|
88. Hofkaplan Gerhard Heinrich |
24.04.1911 |
Wuttrienen |
31.03.1940 |
Tecuci/RUM |
07.05.44 |
|
89. Kaplan Winfried Kluth |
15.11.1912 |
Elbing |
30.07.1939 |
Olecza-SU |
27.05.44 |
| 90. Kaplan August Lange |
17.11.1911 |
Mehlsack |
06.03.1938 |
Stalingrad/SU |
11.01.43 |
|
91. Kaplan Hugo Szinczetzki |
09.03.1907 |
Frankenau |
28.02.1932 |
Lubino/SU |
09.08.43 |
|
92. Kaplan Werner Steinky |
25.01.1912 |
Glottau |
31.03.1940 |
Borissowka/SU |
31.07.43 |
|
93. Kaplan Rudolf Stracke |
31.12.1911 |
Essen |
04.02.1937 |
Holyn/UKR |
28.07.44 |
|
94. Kaplan Hubert Teschner |
20.03.1911 |
Tollnigk |
07.03.1937 |
Tschudowo/SU |
08.06.42 |
|
95. Kaplan Theodor Weng |
26.04.1912 |
Freihagen |
10.12.1939 |
Stalingrad/SU |
15.01.43 |
|
96. Kaplan Franz Woelki |
08.08.1910 |
Borghers |
04.02.1937 |
Borbe/SU |
18.11.44 |
|
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Märtyrerinen der Katharinen Ordens
Vorname Name Geb-Datum und
Ort Profeß Ort und Datum des Märtyriums
---------------------------------------------------------------------------------------------Christophora
Klomfaß 19.08.1902 Rasching 25.04.1928 Allenstein
22.01.1945 M. Liberia Domnick 12.10. 1904 Klawsdorf
20.10.1932 Allenstein 22.01.1945
M. Generosa Bolz 26.05.1902
Lengainen 22.04.1929 Allenstein 09.05.1945
M. Sekundina Rautenberg 23.12.1887 Blankenberg
29.04.1912 Rastenburg 27.01.1945
M. Adelgarda Bönigk 05.02.1900 Altmarkt
20.04.1926 Rastenburg 27.01.1945
M. Aniceta, Kl. Skibowski 12.08.1882
Bertung 25.04.1905 Heilsberg
02.02.1945
M. Gebharda Schröter 01.12.1886 Karschau
??.??.1918 Heilsberg 02.02.1945
M. Sabinella Angrick 29.09. 1880 Damerau
03.04.1902 Heilsberg 02.02.1945
M. Bona Anna Pestka
??.??.1905 unbek. 30.04.1932
Wormditt 01.05.1945
M. Gunhilde Steffen 02.09.1918 Rosenwalde
26.10.1939 Wormditt 30.06.1945
M. Rolanda Abraham 17.06.1914 Tolkemit
02.05.1938 Wormditt 25.06.1945
M. Leonis Käthe Müller 03.02.1913
Danzig 02.05.1938 UdSSR 05-06.1945
M. Xaveria Rohweder 25.02.1882 Plaßwich
23.04.1907 Schneidemühl 25.11.1945
M. Charitina Fahl 10.03.1887
Bürgerwalde 29.04.1912 Danzig 05.06.1945
M. Mauritia Morgenfeld 24.04.1904 Soweiden
20.10.1932 Tula/SU
07.04.1945
M. Tiburtia Mischke 27.10.1888
Krokau 12.10.1909 Osanowo/SU 08.07.1945
M. Zofia Paluch 26.10.1948
Kalinowo 29.06.1971 Heilsberg 17.06.1986
M. Teodora Marianna Witkowska
23.03.1889 Koschmin 23.05.1911 Christburg 28.01.1945
Bemerkung: Schw. M. Zofia
Paluch ist Opfer der polnischen Kommunisten.
Schw. M. Teodora Witkowski, gehörte
der St. Elisabeth Kongregation
Von de Laien sind von der Kurie in Allenstein folgende
Personen als Märtyrer erfasst worden.
Jan Gruba, geb. co 1920 in Polen, Bauer, Fremdarbeiter
in Ramsau. Erhängt auf dem Weg von Ramsau nach Wieps.
Margarethe Wiewiora, Tochter von Paul und Rosa Grabosch,
geb. 15.10.1928 Sternsee. Ermordet am 09.03.1945.
Cäcilie Grabosch, geb 1917 in Schönfelde, wohnhaft in
Fittigsdorf, Kirchspiel Groß Kleeberg, Märtyrium am 22.01.1945.
Anton Rohweder und Tochter Elisabeth, ermordet in
Rössel.
Frl. Fieberg und Fischer, mehr angaben unbekannt, beide
wurden im Katharinenkloster am 14.02.1945 erschlagen.
"Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen". (Off. 7,13)
"Gensque virumtruncis et duro robore nata. Quique sacerdotes casti, dum vita
manebat". Aus Stämmen der harten Eiche geschnitzt. Hier sind sie, die als Priester rein ihr Leben
erfüllten.
Vergil, 8,315; 6,661)
Damit so viele Priester wie nur möglich, als Märtyrer anerkannt werden, ist ihre Mithilfe bei der Aufklärung der Todesumstände notwendig.
Es muss klargestellt werden, dass diese Liste nur eine Diskussionsgrundlage sein kann, Korrekturen und Ergänzung sind notwendig. Der Verfasser bittet alle Personen die zur Ergänzung, Korrektur und Vervollständigung dieser Liste einen Beitrag leisten könnten, um schriftliche Nachricht an:
Georg Kellmann Meißener Weg 34 68309 Mannheim Tel. 0621/70 51 05 Email: georg.kellmann@freenet.de
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Herr,
gib ihnen die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihnen. (3x) Lass
sie ruhen im Frieden. Amen.
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