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Geschichte
Die Gründung des Dorfes erfolgte am 27. Mai 1357 durch das Domkapitel von Ermland mit 60 Hufen nach
Kulmischem Recht. Der Lokator war Johannes ein Stammpreuße. An der Stelle wo das Dorf gegründet wurde, befand sich eine preußisch-heidnische Siedlung wo die Ureinwohner die Preußen, der Jagd und der Fischerei nachgegangen sind. Über die Pfarrgemeinde ist nur wenig bekannt, sie soll um das Jahr 1400 entstanden sei und der erste Pfarrer war bis 1420 Jacobus Rogenschütz.
Das nächst folgende Gotteshaus wurde um 1580 erbaut. Die Konsekration vollzog der ermländischer Bischof Martin Kromer am 1. August 1581, in honorem Inventionis Sankt Crucis et Nativlatis Marie Virginae (Kreuzauffindung und Maria-Geburt geweiht). Die Größe der Kirche betrug: Länge: 74 Fuß, Breite 37,5 Fuß, Höhe 10 Fuß. (1 Fuß = 0,37 m). Es handelte sich also um eine sehr kleine Kirche. für die damalige Verhältnisse musste die Kirche ausreichend sein, weil sie bis 1886 bestanden hat.
Das Kirchspiel gehörte bis 1610 der Erzpriesterei Guttstadt an. Erst auf der ermländischen Synode von 1610, entstanden die Erzpriestereien (Dekanate) Allenstein und Wartenburg, so dass Groß Kleeberg ununterbrochen zur Wartenburg gehörte. Obwohl der Erzpriester im bischöflichen Teil seinen Sitz hatte, übte das Domkapitel das Patronat über die Kirche aus.
In jenem Kirchspiel waren vorwiegend Preußen angesiedelt. Der Chronist Lucas David schreibt, dass er in Groß Kleeberg einen Pfarrer persönlich kennt, der in der preußischen Sprache predigt; das war um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Deutsche oder polnische Siedler waren nur vereinzelt angesiedelt.
Im Jahre 1889 kam nach Groß Kleeberg der Pfarrer Josef Teschner, der sofort den Bau der neuen Kirche in Angriff nahm, und am 21.09.1896 wurde sie durch den ermländischen Bischof Andreas Thiel konsekriert.
Durch die Hügellage der Kirche bewegen sich die Fundamente auseinander. Eine Rettung ist nur möglich durch eine Verankerung, sorgfältiges Abwässerungssystem und kräftige Betonspritzen in die Fundamente.
Sachverständige der Universität Thorn schätzen den Aufwand auf
250.000,- Euro.
Es wird gebeten der verarmten Gemeinde finanziell Hilfe zu leisten.
Pfarrer H. Blaszczyk ist der Garant dafür, dass die Zerfallerscheinungen, rasch behoben werden. In der kurzen Zeit wurde schon viel geleistet. Das Pfarrhaus ist vollständig renoviert. das Gemeindezentrum ist unter Dach und mit neuen Fenstern ausgestattet. Im Sommer 2002 wurde das Zentrum seine Bestimmungen übergeben. Im Frühjahr soll die stark beschädigte Kirche in Angriff genommen werden. Die Arbeiten werden sich aus Geldmangel über mehrere Jahre erstrecken. Der Bedarf um die Kirche in ordentlichen Zustand zu versetzen beträgt
250.000,- Euro. Dieser Betrag übersteigt die Möglichkeiten der Gemeinde um ein Vielfaches. Vielleicht sind Ihnen Organisationen, Stiftungen, Institutionen oder Unternehmen bekannt die eine Spende geben könnten? Oder Sie organisieren eine Sammlung im Bekanntenkreis, oder statt
Geburtstagsgeschenken nehmen Sie Spenden für die Kirche entgegen. _________________________________________________________________
Zum Kirchspiel gehören außer Groß Kleeberg noch folgende Dörfer:
Bogdainen: Gegründet am 7. Mai 1494 durch das Domkapitel von Ermland mit 10 Hufen nach
Kulmischen Recht. Der Lokator war Paul Bogdan.
Klein Kleeberg: Gegründet zusammen mit Groß Kleeberg mit 60 Hufen am 27.Mai 1357. Am 04.September 1587 wurde das Dorf mit je 30 Hufen in Groß und Klein Kleeberg geteilt. Im Reiterkrieg (1520-25) wurde das Dorf völlig zerstört und verwüstet.
Patricken: Das genaue Gründungsdatum lässt sich nicht mehr nachweisen, weil die Gründungsurkunde verloren gegangen ist. Urkundlich wird das Dorf in der Mitte des 14. Jahrhunderts erwähnt. Die Erneuerung der Handfeste erfolgte am 20. Februar 1420. Der Lokator war ein Preuße - Peterken.
Quidlitz: Gegründet am 21.August 1375 mit 10 Hufen zwischen dem Patricker- und Groß-Kleeberger-See nach
Kulmischen Recht. der Lokator war der Allensteiner Burggraf Nikolaus Kunras von Kyrpeyn.
Skaibotten: Gegründet am 11. November 1362 durch das Domkapitel von Ermland, mit 40 Hufen, hinzukamen noch 20 weitere Hufen nach
Kulmischen Recht. Der Lokator war Heinrich von Laysen.
Fittigsdorf:
Gegründet am 18. August 1359 als adeliges Rittergut mit 45 Hufen nach Kulmischem Recht, später am 1. Februar 1478 in ein Zinsdorf umgewandelt. Der Lokator war Ritter Heinrich, Sohn des Kapitelvogtes
Ernesti. Seit dem 1. Juli 1999 bildet das Dorf ein eigenes
Kirchspiel. Der Pfarrer ist Krzysztof Bumbul.
Mokainen: Seit Gründung bis 1. März 2000 gehörte das Dorf dem Kirchspiel Wartenburg an. _________________________________________________________________
Alte Karte der Umgebung
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