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12.
Sanktuarium des Hl. Kreuzes in Gr. Kleeberg

Kreuzreliquiar des Sanktuariums von Groß Kleeberg

Urkunde
des Hl. Stuhls über Echtheit der Reliquiars


Dekrete
des Erzbischofs über Einrichtung des Sanktuariums. Vollständige
Übersetzungen darunter.

Jozef Kardinal Glemp vor dem Märtyrerdenkmal.
Der Termin für die Erhöhung der Kleeberger Kirche zum Sanktuarium stand schon seit Jahresanfang fest. Den Grund dazu lieferte eine Urkunde des Papstes Leo XIII aus dem Jahr 1891, in dem der Papst die besondere Verehrung des Hl. Kreuzes den Kleebergern an den Tag legte, und am Kirmesstag (3.Mai) besonderen Ablass gewährte.
Für das großes Fest hatte sich die Pfarrgemeinde besonders vorbereitet, ein hoher Gast, nämlich Primas von Polen Jozef Kardinal Glemp hatte sich für den Tag angesagt. Die örtliche Presse, Rundfunk und Fernsehen haben auf das Fest schon mehrere Tage zuvor, die Bevölkerung der Umgebung, aufmerksam gemacht.
Das Dorf wurde auf Hochglanz herausgeputzt. Es wurden Zäune repariert und angestrichen, Blumen gepflanzt, Unkraut beseitigt, sowie Wege und Höfe gekehrt.
Genau um 16.30 Uhr wurde der Primas am Ortsrand von Groß Kleeberg durch hohe Gäste mit dem Erzbischof von Ermland Dr. Edmund Piszcz und die Führung des Malteser Ordens feierlich mit Blaskapelle und
Ehrenkompanie der Polnischen Armee feierlich begrüßt. Es bildete sich eine lange Prozession mit Kirchenfahnen, und als das wichtigste, die Reliquie des Hl. Kreuzes wurde öffentlich getragen. Die Prozession begab sich an das im Vorjahr errichtete Märtyrerdenkmal zur Ehren der von der Roten Armee ermordeten ermländischen Priester und Laien. Der Primas von Polen Jozef Kardinal Glemp legte vor das Denkmal einen Kranz nieder, verbeugte sich und sprach ein kurzes Gebet. Die Eliteeinheit des Militärs gab zur Ehren der Märtyrer drei Schüsse ab. In Feierlicher Aufmachung zog dann die Prozession in die Kirche. Dort wurde der Primas von Polen durch den Erzbischof von Ermland Dr. Edmund Piszcz, den Präsidenten des Malteserordens Juliusz Graf von Ostrowski, und den Kustos des Malteserordens und Pfarrer von Groß Kleeberg Henryk Blaszczyk herzlich begrüßt. Der Kanzler der Kurie Prälat Andrzej Zielinski verlass den Inhalt mehrer
Urkunden. Des heiligen Stuhles, unterzeichnet durch den Präfekten für Liturgie, Erzbischof Petrus Marini vom 29. April 2002, die über Echtheit der Reliquie bescheinigt wurde. Dekret des Erzbischofs von Ermland, vom 8. September 2002, über Errichtung des Sanktuarium des hl. Kreuzes in Groß Kleeberg.
Das Dekret besagt, dass das Sanktuarium Eigentum der römisch-katholischen Pfarrgemeinde in Groß Kleeberg ist. Der Rektor des Sanktuarium der Ortspfarrer ist. Ziel des Sanktuariums ist die Steigerung der Verehrung zum Christus den leidenden und sterbenden, zur Rettung der Menschen.
Besonders soll das Kreuz an folgenden Tagen geehrt werden. Grundformen der der Kreuzverehrung sind folgende Andachten:
a.) Am Kirmesstag des Kreuzauffindung 13. September, mit der
Möglichkeit, auf darauf folgenden Sonntag die Feierlichkeiten zu verlegen.
b.) Bei Kreuzwegen, besonders an Freitagen der Fastenzeit.
c.) An Kreuzexerzitien, besonders an Sonntagen der Fastenzeit.
d.) Im Monat Oktober, während des Gebets des schmerzhaften Rosenkranzes.
e.) Litanei vom Kostbaren Blut Jesu Christi, während der Ausstellung des l. Sakramentes.
f.) An allen ersten Donnerstagen und Freitagen in Monat zur Ehren des Allerheiligsten Herzen Jesu Christi.
g.) Während des Juniandachten
h.) Pilgerfahrten
Ziel der Andachten ist die Versöhnung mit Gott, durch Bußsakrament, gemeinsame Kommunion und Tieftheologische Predigt. Die Zusammenarbeit des Sanktuarium mit dem Malteserordens, regelt ein anderer Vertrag. Das Sanktuarium führt ein Archiv mit einer Bildchronik, Gnadenbuch, über Pilgerfahrten, sowie Bibliothek und Museum.
Das Dekret gilt am Tage der Reliquienübergabe am 13. September 2002.
Dekret des Erzbischofs von Ermland über besondere Ablässe in der Kirche in Groß Kleeberg. Die Pfarrkirche in Groß Kleeberg aufgrund des Apostolischen Erlasses vom 1. Januar 1967
(Indulgentiarum doctrina n. 15) wurde ausgestattet mit dem vollen Ablass, die können alle Gläubige erlangen, die die Kirche besuchen, das Vater Unser und das Apostolische Glaubensbekenntnis beten aber nur an folgenden Tagen: Am Kirmesstag den 14. September, am 2. August und an Allerseelen den. 2. November ( nur für leidende Seelen). Im Interesse der Gläubigen und anbetracht der Vollmachten, übertrage ich den Ablass vom 2. August auf den Tag der Mariengeburt am 8. September. Die Bedienung zur Erlangung des vollen Ablasses ist das Bußsakrament, Eucharistie, ein Gebet für den Hl. Vater z.B. Vater Unser ... und
Gegrüßt seist du, Maria... Außerdem aufgrund der Rechte die den residierenden Bischöfen zustehen (Enchiridion Indulgentiarum 1968 n. 11 § 1) wenn man an besonderen Andachten teilnimmt, wird ein Teilablass gegeben, wenn man die Kirche besucht und ein Gebet verrichtet am Tag des Geburt der heiligen Johannes des Täufers den. 24. Juni. Diese Voll- oder Teilablasse kann man erlagen in den oben erwähnten Tagen oder an Vor- oder nachfolgen Sonntagen. Den Vollablass für leidende Seelen kann man vom Allerseelen auf den Tag der Allerheiligen übertragen.
Der Gottesdienst wurde gelesen durch den Primas von Polen Jozef Kardinal Glemp und dem Erzbischof von Ermland Dr. Edmund Piszcz. In der Predigt von Kardinal Glemp wurde ausführlich von dem Buch der Genesis, wo Moses um sein Volk von Schlangenbissen zu retten, lies eine Stange mit einer Schlange aufstellen, die schon das Kreuz auf dem Jesus Christus sterben sollte, damals symbolisierte, bis zum Johannesevangelium indem das Kreuz unzählige von der ewigen Verdammnis rettete. Umrahmt wurde die Feierlichkeit durch ein Kirchenchor aus Breslau und der örtlichen Schola unter der Leitung von Jadwiga (Hedwig) Hosenberg die unter den Ermländern der Umgebung bekannt ist, und an der Orgel saß ihr Enkel Krzysztof Zentek der hervorragend seine Aufgabe erfüllt hatte.
Somit ist Groß Kleeberg zum bedeutenden Wallfahrtsort des Ermlandes aufgestiegen. Außer dieser Reliquie hat noch der Ort, vor einem Jahr eingerichtet, das Denkmal zu Ehren der von der Roten Armee ermordeten Priester und Diözesanen vorzuweisen. Sehr wichtig für Ermländer die seinen Priester und Angehörige verloren haben. Ein Abstecher nach Kleeberg lohnt sich auf jeden Fall.
Die Reliquie ist zwar im Safe aufbewahrt, aber auf Wünsch einer Reisegruppe, kann zur Andacht und Anbetung gestellt werden. Es wäre ratsam einen Tag zuvor die Pfarrei unter der Tel.-Nr. 512 43 10 (aus Deutschland her, die Vorwahl 004889 nicht vergessen) anzurufen, zwecks Terminvereinbarung.
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Groß
Kleeberg ist seit September 2002 zum bedeutenden Ermländer
und andere Pilger des Guten Willens sind herzlich willkommen! |